Stories : Second Hand Robotics

Cleaver ahnte bereits, dass Ärger ins Haus stand, als die Frau mit einem seiner umgekrempelten Lustmodelle das Geschäft betrat. Diese Matrone schubste den Roboter zur Theke und knallte dann ihre goldberingte Hand auf eine antike Klingel, die Cleaver in einem Konservierladen erstanden hatte – zum Spaß, wie er den irritierten Kunden meist lachend erklärte. Cleaver wartete die obligatorischen Sekunden, bevor er Schmieröl auf Händen und Pausbacken verrieb und in den Verkaufsraum hinaus trat. Gute Frau, was kann ich für Sie tun?

Dieses Ding!, blaffte die Matrone und ihr Doppelkinn bebte vor Zorn. Dieses Ding hat versucht, meinen Mann zu … meinen Mann! Aufgeregt schnappte sie nach Luft, beruhigte sich aber wieder und sagte: Ich bin hier, um es umzutauschen.

Hätte sie gern platzen geseh'n, dachte Cleaver vergnügt. Er setzte sein Verkaufslächeln auf. Werte Dame, für eine Super-Empathic-Xenolust, Modellvariante 64 ist das in keinster Weise ungewöhnlich.

Xenowas?, zischte die dicke Frau, während sie ihre Handtasche öffnete, um Gebrauchsanweisung und Kontroll-Zertifikat des Roboters herauszufischen. Zuletzt legte sie auch das Quittungsstäbchen auf die Theke und funkelte Cleaver herausfordernd an. Ich mache von meinem gesetzlichen Rückgaberecht für Roboter Gebrauch.

Selbstverständlich, erwiderte Cleaver freundlich; er nahm die Gegenstände auf. Wenn Sie mir die Frage gestatten: Warum haben Sie eine S.E.X. erstanden, wenn Sie ihre Künste überhaupt nicht …

Mein Mann, der hat das Ding doch angeschleppt!

Ich verstehe, sagte Cleaver, sein Hamstergrinsen zeigend. Sie waren mit ihren Künsten nicht zufrieden. Bis jetzt kamen mir aber keine Klagen.

Sagen Sie, sind Sie etwa schwer von Begriff?, versetzte ihm die Matrone. Der sollte doch was zum Putzen holen!

Ah, ein Fehlkauf also.

In der Tat. Sie tupfte sich etwas Schweiß von der Stirn.

Cleaver nickte verständnisvoll. Ist überhaupt kein Problem. Wir tauschen einfach noch mal die künstliche Mentalität aus und schon haben Sie einen fleißigen Reinigungsroboter für Küche und Bad.

Mit Brüsten?, fragte die Matrone ungläubig. Ne ne, zeigen Sie mir lieber mal eins dieser C.L.E.A.N.-200-Modelle, für die gerade soviel Werbung gemacht wird.

Eingeklemmt zwischen der Werkbank und einem Stapel aus Roboterarmen stand Flink, ein Universalmodell aus dem letzten Jahrhundert – rostig, verbeult, mehrfach auf- und zugeschweißt. Trübsinnig starrte er auf einen alten Qula®-Automaten, dessen Werbelicht farbenfroh über seine Bronzelackierung tanzte. Flink stöhnte; die Langeweile fraß ihn auf. Mein Leben ist öde, dachte er, immer nur schuften oder rumstehen und warten.

Als Cleaver mit dem Lustmodell in die Werkstatt kam und zu ihm marschierte, hob der Roboter misstrauisch den Kopf. Was ist?, brummte Flink. Dein Grinsen gefällt mir gar nicht, Kumpel.

Lust auf saubere Kacheln und Klos?, fragte Cleaver, bestens gelaunt. Die Kundin will einen C.L.E.A.N. 200er haben.

Ach bitte, verschone mich. Flink streckte den Arm vor. Da, nimm Shiny, der setzt eh schon Rostflecken an.

Mann, lass mich da raus, schnarrte Shiny aus der hintersten Ecke der Werkstatt, eine Tonne mit Ziehharmonika-Armen und einem roten Zyklopenauge – wie frisch aus Stahlmonster vom Mars entsprungen. Sonst verpass ich dir eine!

Halt deine lose Klappen, gab Flink zurück. Dich Schrotthaufen würde ja sowieso keiner nehmen.

Boah, das sagt der Richtige! Schau dich Ersatzteillager doch mal …!

Schluss!, ging Cleaver dazwischen. Ruhe jetzt, alle beide! Er musterte Flinks Gesicht; sogar Kotletten aus Metall. Du bist mein Typ für diesen Job, der einzige, bei dem ich die künstliche Mentalität zum 200er aufstocken kann.

Flink ließ die Schultern sinken. Na toll, dann bau mir wenigstens die alte aus. Dieses Analysemodul ist ohnehin zu nichts nütze, macht mir nur Kopfschmerzen, pochende.

Kann ich nicht, weißt du doch, antwortete Cleaver und lächelte. Der Rost hat sich zu tief reingefressen.

Mist.

Kopf hoch, so schlimm kann's ja nicht werden.

Hm, klar. Ein metallisches Grunzen drang aus Flinks Mund. Du meinst wohl: schlimmer kann's nicht mehr werden. Erst dieser Döner-Palast und die Kanalisationsbaustelle und jetzt darf ich Harnstein aus Keramikschüsseln kratzen.

Siehste, Cleaver holte ihn aus der Nische heraus, hast sogar Berufserfahrung.

Witzig, echt witzig, Kumpel! Würd mich am liebsten gleich totlachen!

Das wär doch was!, giftete Shiny aus der Ecke. Wär echt mal …

Schluss jetzt!, rief Cleaver und schubste Flink zur Werkbank hinüber. Was sollen denn die Kunden denken?

Ist mir schnurzegal, murrte der Roboter; und das blaue Licht seiner Augen wurde finster. Los, bringen wir's hinter uns.

Da ist er auch schon! Überfröhlich schob Cleaver den umgebauten Flink zur Ladentheke.

Die Matrone schnappte nach Luft. Na endlich, wollte gerade schon gehen!

Tolles Model, kaum gebraucht, erklärte der Ladeninhaber, während er einen der Aufkleber glattstrich, die notdürftig alle Schweißnähte und Rostflecken bedeckten. Kostet 2.345 Cash. Leider fehlt die Bedienungsanleitung, dafür gebe ich Prozente. Gut?

Lassen Sie mich mal sehen. Misstrauisch beäugte sie Flink von allen Seiten. Von wegen kaum gebraucht, der ist total kaputt. Drei Beulen, sehen Sie, da!

Cleaver schaute gar nicht erst hin. Ich merke schon, Ihnen kann man nichts vormachen. Noch ein paar Prozente runter … billiger werden sie keinen C.L.E.A.N. 200 kriegen, da lege ich meine Hand für ins Feuer.

Also gut. Die Frau versuchte, ein Schmunzeln zu verbergen. Ich nehme ihn. Dieses Sexding hat uns 1.770 gekostet, dann macht das … Sie überlegte.

Lassen Sie mich kurz den Preis berechnen, lächelte Cleaver und zückte seinen Papierbrenner, kritzelte etwas auf einen Block. Macht noch 600, glatt.

Schnell fummelte die Matrone sechs Scheine aus der Tasche, ließ sich Flinks Kontroll-Zertifikat und das neue Quittungsstäbchen übergeben, dann drückte sie ihren fetten Hintern durch die Ladentür – den Roboter im Schlepptau. Beide verschwanden hinter einem violetten Kunstbaum.

Wunderbar, sagte Cleaver und rieb sich die Hände. Noch zwei von der Sorte und ich mach früher Feierabend!

In den Straßen herrschte hektisches Treiben; Roboter aller Fabrikate reinigten den Bürgersteig, wuschen Dreck von laufenden Autos, stellten Pizza oder Sushi zu. Flink, der hinter seiner neuen Herrin herlief, überlegte verdrossen, mit welchem dieser Arbeiter er gerne tauschen würde. Alles gleich blöd, schoss es ihm durch den Kopf, während die Matrone auf ein mehrstöckiges Gebäude zusteuerte und eintrat.

Komm schon, knurrte sie ihn an, wir haben heut Abend Gäste!

Zögernd folgte ihr Flink in den Fahrstuhl – vierter Stock, fünfter Stock; sie stiegen aus und näherten sich einer Tür, die seine Herrin per Knopfdruck öffnete. Sofort bugsierte sie Flink ins Bad, knallte ihm Eimer und Lappen hin und bellte: Putz! Das Codewort aktivierte Flinks Mentalität; und ein wildes Verlangen nach Sauberkeit und Ordnung durchströmte sein Bewusstsein. Putzen ist toll!, dachte er plötzlich. Sauber, sauber muss es sein!

Erste Zweifel an seiner ungewöhnlichen Begeisterung für Wasserflecken und verchromte Hähne kamen ihm, als er stinkende Haarbüschel aus dem Ausguss pulte. Ist ja widerlich, flüsterte er, ehe die zweite Mentalität wieder die Oberhand gewann und Flink gierig nach dem Scheuerpulver griff.

Hinter ihm öffnete sich die Tür und ein alter Mann steckte seine Nase ins Bad. Aha, das ist er also, sagte der Mann. Hallo du.

Zur Antwort spulte Flink den Standardspruch ab: C.L.E.A.N. 200 wünscht Ihnen einen guten Tag, Meister.

Vielen Dank, antwortete der Mann, die Tür zuziehend. Wenn du hier fertig bist, wirst du im Wohnzimmer saugen.

Der Roboter seufzte. Womit hab ich das nur verdient? Mürrisch betrachtete er sein Gesicht im blitzblanken Spiegel, die silberne Stirn, die Nase und seine blauen Augen ohne Pupillen. Wenn doch nur diese festgerostete Mentalität rausginge, dann könnte ich mich gut gelaunt meinem Schicksal ergeben. Aber so?

Weitere Selbstreflexionen fielen einem grünen Schimmelfleck zwischen den Kacheln zum Opfer; neue Arbeitslust erwachte in ihm, er machte sich frisch ans Werk. Wenig später erstrahlte das Bad in nie da gewesener Reinheit – alles funkelte und blitzte. Toll, dachte Flink und dann: Oh je!

Ein Mechaniker des Hooverball-Stadions betrat den Laden; Cleaver mustere ihn, seinen Dienst-Overall und sein faltiges Gesicht, die Kippe im Mundwinkel. Hey Bill, nett dich zu sehen. Womit kann ich dir heute behilflich sein?

Hab gehört, du hast nen alten Qula®Kasten auf Lager. Brauche Ersatzteile.

Gewiss, gewiss, bestätigte Cleaver eifrig. Allerdings fehlt die künstliche Mentalität, du weißt schon: Liebe die Qula® und die Qula®liebt dich!

Rauch schoss aus Bills Nasenlöchern. Hör mir bloß mit diesem Jingle auf, Freundchen. Ich brauch Bügel, Lampen, eigentlich alles, was da ist.

Folge mir, sagte Cleaver und führte den Mechaniker in die Werkstatt. Extrem gut erhalten, siehst du? Und mit diesen Worten ging er zum Automaten und schlug die Verkleidung zurück – Fächer für die Dosen, aber die Dosen fehlten, ebenso der Zylinder für die künstliche Mentalität. Kaum Rost.

Wie viel?, fragte der Mechaniker.

800, weil du es bist. Cleaver zeigte sein Verkaufslächeln; Bill schüttelte sich vor Lachen. Soll wohl'n Witz sein! Komm schon, ich bin einer deiner besten Kunden.

Also 650 müssten es schon …

Ohrenbetäubender Sirenenlärm dröhnte von der Straße; beide rannten in den Verkaufsraum, um nachzuschauen, was dort vor sich ging. Draußen rollte ein Roboter am Schaufenster vorbei, vollgespickt mit Megaphonen, die folgende Botschaft rausposaunten: Schluss, Schluss, Schluss mit der Sklaverei, schließt euch der Bewegung an! Freiheit für die Roboter!

Cleaver schüttelte den Kopf, während er verfolgte, wie der Roboter um die Ecke flitze – außer Sichtweite. Immer das Gleiche, über 200 Jahre geht das jetzt so. Langsam bin ich's leid.

Na ja, vielleicht sollten ihnen wirklich mehr Rechte …

Quatsch, entgegnete der Ladenbesitzer. Alles eine Frage der richtigen Programmierung. Mit den neuen Mentalitäten haben die sogar Spaß an ihrer Arbeit. Nur die alten Modelle machen den ganzen Ärger.

Menschlich gefallen sie mir besser, sagte Bill; er sog den Rauch der Zigarette ein. Ist herzlicher, mit ihnen zu arbeiten.

Cleaver ging zur Theke zurück. Ach ja, immerhin leb ich ja davon. Also? 650 ist ein gutes Geschäft.

Ja, klar … für dich, mein Freund!

Worauf du wetten kannst, dachte Cleaver und stellte die Rechnung aus.

Neue Roboter marschierten am Laden vorbei, Neonschilder und Fahnen schwenkend.

Flink unterbrach das Staubwischen und blickte aus dem Fenster. Unten hatte sich eine kleine Ansammlung Roboter gebildet – mehr als sonst, um die fünfhundert Fabrikate; sie brüllten die alten Parolen: Behandelt uns nicht wie Maschinen! Auch wir haben Gefühle!

Nur zögernd trat Flink von der Scheibe zurück, um seine Reinigungstätigkeiten fortzusetzen, doch als er flötend eine Vase polierte, hielt er plötzlich inne; er setzte den Staublappen ab. Was ist, wenn sie es diesmal schaffen würden? Ein richtiger Aufstand, Mann, das wäre die Rettung! Mutige Gedanken knisterten durch seine Mentalität. Beiläufig nahm Flink den Staubsauger vom Boden auf, hob ihn über den Kopf; und mit einem gedämpften Krachen hämmerte er das Gerät auf den Teppich, dass es in drei Teile zerbrach. Oh … oh, je!, stammelte er, als die Matrone wie von der Tarantel gestochen ins Wohnzimmer stürmte.

Was zum Teufel geht hier vor!

Mir … ist der Sauger aus den Händen gerutscht. Ein schrecklicher Unfall!

Ja, zum Teufel!, wiederholte die Frau. Sie kniete vor den Bruchstücken nieder. Ich hab's dir doch gesagt, Hermann, diese neuen Modelle sind keinen Pfifferling wert!

Ihr Gatte kam herein. Aber Lisbeth, die Werbung; noch viel gründlicher sollen die sein.

Jaja, blaffte sie, gründlicher in der Zerstörung von Hauseigentum!

Ich werde selbstverständlich einen neuen besorgen. Flink verbeugte sich tief, worauf das Gesicht der Matrone eine ungesunde Farbe annahm. Das wäre ja noch schöner! Einen Roboter mit der mickrigen Rente einkaufen zu schicken, hat man so was schon gehört?

Aber Lisbeth, das würde uns doch viel Zeit … Hermann stockte beim Anblick seiner Frau. Die Gäste, fügte er noch kleinlaut hinzu.

Schaff mir das Ding aus den Augen!, kreischte die Matrone; sie zeigte mit dem Finger zur Tür. Raus damit, und nachher holst du uns wieder einen Saubermann 5, die gute alte Qualität!

Sicher, Lisbeth, resignierte der Alte und zerrte Flink aus dem Raum. Was du auch willst, mein Engelchen.

Im Flur öffnete Hermann die Abstellkammer, schob den Roboter hinein, entschuldigte sich mehrmals und schloss daraufhin die Tür. Flink hörte, wie seine Schritte verhallten. Ich hau ab, dachte er und zählte bis drei. Leise öffnete Flink die Abstellkammer, schlich zur Wohnungstür, drückte den Knopf, ging hindurch und den Korridor entlang zum Fahrstuhl. Viva la Revolution!

Ich ha … hab eben gesehen, dass Sie eine S.E.X. bekommen haben und da … da wollte ich mal nachfra … fra …, der Teenager sammelte sich, wieviel die kosten soll.

Junge, was willst du denn damit? Cleaver senkte das Kinn. Du hast ja nicht mal Flaum im Gesicht! Außerdem kannst du sie dir gar nicht leisten.

Do … doch! Mit zwei Fingern nahm der Teenager seine Baseballkappe ab, holte ein Bündel Scheine hervor. Ich hab 2.500!

Cleaver hustete; fast hätte er sich verschluckt. Da hast du aber Glück, mein Junge, das kommt genau hin. Das Hamstergrinsen erschien auf seinen Wangen.

Cool, sagte der Teenager und seine Augen blitzten.

Warte, ich hole dir das gute Stück! Flötend betrat Cleaver seine Werkstatt, während am Ladenfenster eine Planierraupe mit Spikewalze vorbeidonnerte. Der Boden erbebte; der gerahmte Konstruktionsplan eines Roboters klapperte gegen die Wand.

Als Cleaver zurückkam, hatte sich das Lustmodell um seine Schultern geschlungen. Sie heißt Lola, sei nett zu ihr.

Klar, keuchte der Junge. Er griff nach dem Kontroll-Zertifikat der S.E.X. und verließ mit ihr den Laden, noch ehe Cleaver ein Quittungsstäbchen ausstellen konnte.

Was für ein Tag! Heute gibt's Steak und Bohnen!, rief der Ladenbesitzer. Lächelnd schob er das Geld in die Kasse.

Ein dreiarmiger Roboter drückte Flink ein Neonschild in die Hand: Maschinenmensch mit Seele! Nickend nahm dieser den Metallgriff entgegen und reihte sich hinter ihm ein. Der Mob war angewachsen, Hunderte, wenn nicht Tausende an Modellen verschiedenster Ausprägung marschierten Richtung Stadtverwaltung – Wartungsdrohnen, Wächter, vergoldete Luxusmodelle für Pool und Golfplatz. Wir wollen Rechte!, riefen sie blechern.Beendet die Sklaverei!

Ihre Demonstration fand ein jähes Ende, als sie einen geräumigen Marktplatz überquerten; von vier Seiten rückten Sicherheitskräfte an, Menschen aber auch Kampfroboter, bewaffnet mit Codeknackern, die bei einigen die serienmäßige Selbstzerstörung aktivieren – dahinter die mächtigen Planierraupen mit Spikewalzen. Reißwölfe!, brüllten die vordersten Demonstranten; das Chaos brach los, mittendrin Flink, der erst nach vorne, dann fluchtartig nach hinten gestürmt war, während links und rechts die ersten Roboter explodierten.

Widerstand heißt Deaktivierung!, dröhnte es aus den Lautsprechern der Planierraupen. Krachend setzten die Walzen an, pflügten durch die Masse, rissen metallische Köpfe, Arme, Beine ab und schleuderten sie in die Höhe. Schrauben und Bolzen regneten auf die Demonstration herab; Flink stolperte über einen losen Schulterpanzer, verlor das Gleichgewicht und fiel, zerbeulte sich das Gesicht, als er gegen einen anderen Reinigungsroboter prallte. Hier muss dringend aufgeräumt werden, dachte er noch, bevor ihm seine Mentalitäten versagten.

Hallo Flink. Schmunzelnd fuhr Cleaver die Schubkarre mit Roboterteilen in seine Werkstatt, die sechste an diesem Abend; wo die Leute die ganzen Komponenten herhatten, interessierte ihn nicht weiter – Hauptsache günstig einkaufen, 50 pro Kilo, mitunter weniger. Robotermassenschlägerei?, fragt er dann doch, während er die Ladung vor der Werkbank auskippte.

Sehr komisch, knirschte Flink und rappelte sich aus dem Blechhaufen auf. Kumpel, ich könnte ein Ölbad vertragen.

Mal sehen, was sich machen lässt, erwiderte Cleaver und drehte die Schubkarre, um die siebte Ladung reinzufahren.

Ich seh wohl nicht richtig!, schnarrte Shiny aus der hintersten Ecke, da ist der Rostfänger wieder!

Hm, kaum zu fassen, was?

Ole! Lang lebe das Recycling!

Shiny, noch ein Wort und ich trete dich Eimer ein!

Kurz vor Feierabend betrat Hermann den Laden, der eine Weile unschlüssig im Verkaufsraum stand, ehe er die antike Klingel benutzte. Cleaver trat zur Theke, nachdem er sein ölverschmiertes Gesicht etwas aufgefrischt hatte. Hallo, der Herr, was kann ich diesmal für Sie tun?

Meine Frau, ich, wir suchen einen Saubermann 5.

Ah! Cleaver Lächeln wurde breiter. So ein Zufall, ist gerade erst reingekommen. Guter Mann, ich hab' genau das Richtige für Sie.

Ende

PROC STORIES - Fan-Stories vom PROC - ist eine nicht kommerzielle Publikation des PERRY RHODAN ONLINE CLUB e.V.. Kurzgeschichte »Second Hand Robotics«. Band zuletzt geändert am 2007-05-17. Autor: Frank Hebben. Titelbild-Zeichner: Lothar Bauer. Korrekturleser: Christian Lenz. Generiert mit Xtory 3.0 (powered by Apache Cocoon 2.1) von Christian Lenz. Homepage: http://www.stories.proc.org/. E-Mail: stories@proc.org. Copyright © 2000-2007. Alle Rechte beim Autor!